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Vor 150 Jahren geweiht: Gustorfs „Dom an der Erft“
14. September 2026 · 1 Min. Lesezeit
1876 wurde St. Mariä Himmelfahrt geweiht. Eine Spende der Geschwister Sinsteden machte aus dem geplanten Umbau einen vollständigen Kirchenneubau.
Am 24. Juli 1876 weihte der Kölner Weihbischof Johann Anton Friedrich Baudri die Gustorfer Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt. 150 Jahre später prägt der „Dom an der Erft“ mit seinem rund 75 Meter hohen Turm das Ortsbild. Seine Entstehung verdankt das Gotteshaus auch drei Geschwistern, die aus einem geplanten Umbau einen vollständigen Neubau machten.
Ursprünglich sollte der Turm der alten Kirche erhalten bleiben und ein neues Kirchenschiff angebaut werden. Für dieses Vorhaben hatte die Kirchengemeinde 1867 den Kölner Architekten Heinrich Nagelschmidt mit einem Entwurf beauftragt.
Dann boten die Geschwister Sinsteden eine Spende an. Ihre Bedingung: Am bisherigen Standort sollte eine vollständig neue Kirche entstehen, orientiert am Stil der Kölner Minoritenkirche. Mit weiteren Spenden ermöglichten sie die neue Planung. Den Auftrag erhielt August Bernhard Rincklake aus Münster.
Im Frühjahr 1872 wurde die alte Kirche abgebrochen. Während der Bauzeit feierte die Gemeinde ihre Gottesdienste in einer nahe gelegenen Scheune, die als Notkirche diente. Die Arbeiten am Neubau begannen im Sommer 1872 und dauerten bis zum Herbst 1874. Der Kulturkampf verzögerte die Weihe bis 1876.
Die dreischiffige Kirche ist bis heute auch mit dem Schützenleben verbunden. Festgottesdienst, Kirchenparade und die Ansprache der Pfarrgeistlichkeit beim Festbankett gehören zum Gustorfer Schützenfest.